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Künftig mehr konzeptionell am Werk

Künftig mehr konzeptionell am Werk

Von Gabriele Adrian Freudenstadt.
Der Freudenstädter Denkmalverein will sich künftig stärker auf die konzeptionelle Arbeit konzentrieren, wie Vorsitzender Siegfried Schmidt bei der Hauptversammlung im Museum im Stadthaus mitteilte.

Aktuelles aus dem Vereinsgeschehen, Wahlen und ein Vortrag über die Wiederbelebung des Freudenstädter Kurviertels (wir berichteten) standen auf dem Programm. Vorsitzender Siegfried Schmidt, sein Stellvertreter Detlef Neumann, Kassenwartin Barbara Nübel und Kurt Breuer wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu zum Vorstand hinzugekommen sind Schriftführerin Susanne Krutinat sowie als Beisitzer Nils Krieger und Stefan Niesner. Barbara Nübel berichtete über eine erfreuliche Kassenlage, die dem Verein einen gewissen finanziellen Spielraum ermögliche.

In seinem Rechenschaftsbericht erläuterte der Vorsitzende, dass sich der Verein in Zukunft mehr auf konzeptionelle Arbeit konzentrieren werde und eher weniger selbst Hand anlegend arbeiten wolle. An erster Stelle erwähnte er die Renovierung des Platzmeisterhauses im Christophstal, das nun ganz im Besitz des Vereins ist. Der Vorstand habe eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Zukunft und Nutzung des ehemaligen Schlosshotels Waldlust in der Lauterbadstraße befasst. Wege und Strategien sollen erarbeitet werden, wie eine positive Zukunft des Gebäudes, das ständig renoviert werden muss, um den Verfall zu verhindern, aussehen könnte. Bislang wurde das Hotel etwa für ein Schulklassenprojekt zur Verfügung gestellt, bei dem ein Film gedreht wurde. Als Gegenleistung sollen sich die Schüler um die Geländepflege kümmern. Zudem wurde das Gebäude in der Vergangenheit für Veranstaltungen wie etwa »Musik und Kunst« zusammen mit dem Kunstverein genutzt und diente auch verschiedenen professionellen Fotografen als Kulisse für interessante Fotos. Aus dem ganzen Bundesgebiet und auch aus dem Ausland kommen Anfragen für Foto-Expeditionen im Hotel, berichtete Schmidt, ganze Werbekataloge wurden mit Waldlust-Fotos bestückt. Hierdurch fließen stets Geldmittel, die zur Instandhaltung dringend benötigt werden.

Im vergangenen Jahr hatte der Verein kulturhistorische Wanderungen angeboten, der Öffentlichkeit die Katakomben des Rappenkellers gezeigt, den »Tag des offenen Denkmals« organisiert und sich an kommunalpolitischen Debatten beteiligt, beispielsweise im Hinblick auf das geplante Stadthotel am Kurhaus. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Julian Osswald macht der Verein laut Schmidt Vorschläge, wie dieses Projekt realisiert werden könne.

Vereinsmitglied Christa John hatte die Idee, einen Gestaltungsbeirat zu gründen, um Auswege aus der verfahrenen Diskussion über das geplante Stadthotel zu finden. Schmidt teilte weiterhin mit, dass Familienangehörige der Familie Laufer, frühere Besitzer des Rappenhotels, eine Chronik über die Geschichte des Hotels erstellen werden. In diesem Jahr widmet sich der Verein besonders dem Themenbereich Handwerk, Industrie und Technik. Dabei geht es auch um die Zukunft des Rappen-Pavillons. Zudem bietet der Verein wieder historische Wanderungen und Führungen an. Eine Aktualisierung des Internet-Auftritts des Vereins und die Erarbeitung neuer Flyer sind ebenfalls vorgesehen. In der Diskussion meldete sich die Künstlerin Eleonore Kötter aus Dornstetten zu Wort und mahnte eindringlich, die an der Stuttgarter Straße gelegene Rußhütte nicht zu vernachlässigen und mit ins Pflegeprogramm aufzunehmen.

Der neu gewählte Vorstand des Denkmalvereins Freudenstadt mit der Referentin des Abends (von links): Kurt Breuer, Nils Krieger, Detlef Neumann, Stefan Niesner, Referentin Gerlinde Guglielmo, Susanne Krutinat, Barbara Nübel und Stefan Niesner

16.03.2015
Schwarzwälder Bote
Der aktuelle Vorstand 2015